28.10.2011
Kritik an Dumpinglöhnen
AWO: Mehr Geld für die Pflege
Verden (fr). Unter dem Motto "Die Pflegeversicherung in Deutschland - wie geht es weiter?" stand eine Kreiskonferenz der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA). Fritz-Heiner Hepke, Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO), betonte, das Thema Pflege - ob häuslich, ambulant oder stationär - dürfe für die Menschen kein Tabuthema mehr sein. Zugleich verwies er auf beunruhigende Nachrichten aus dem Pflegebereich: "Es gibt eine zu enge zeitgetaktete Pflege, Tarifflucht, Dumpinglöhne, Wettbewerbsdruck und einen Fachkräftemangel". Er bezeichnete es als nicht nachvollziehbar, dass es heute in Niedersachsen immer noch ein Wettbewerbsvorteil ist, die Altenpflegeausbildung zu verweigern. Wer nicht ausbilde, spare die Ausbildungskosten, profitiere aber bei der Einstellung neuer Pflegekräfte von den Leistungen der ausbildenden Einrichtungen, kritisierte Hepke. Als dramatisch bezeichnete er es, dass die Bundesregierung trotz hohem Handlungsdruck in zentralen Pflegefragen zerstritten und handlungsunfähig sei.
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