2011-10-17

Monheim: Behinderte beklagen Barrieren | RP ONLINE

Monheim

Behinderte beklagen Barrieren

VON DORIAN AUDERSCH - zuletzt aktualisiert: 17.10.2011
Monheim (RP). Rollstuhlfahrern, aber auch Kinderwagen- und Rollatornutzern kommt der Alltag manchmal wie ein Parcours aus Hindernissen vor. Für den S-Bahnhof Berghausen wird ein Aufzug geprüft. Doch die Stadt scheut die Folgekosten.


Ein abgesenkter Bürgersteig, wie ihn der Monheimer Rollstuhlfahrer-Verein für vorbildlich hält: einige Mitglieder bei einem herbstlichen Spaziergang auf der Friedenauer Straße. Foto: Matzerath
Wenn Sonja Wagner in der Stadt unterwegs ist, stößt sie auf viele Hindernisse. Teilweise sind die Gehwege zu schmal, manchmal ist es zu steil und an einigen Stellen führen nur Treppen zum gewünschten Ziel. Seit knapp fünf Jahren sitzt die 62-Jährige im Rollstuhl. Eine Erfahrung, die ihr "die Augen für die Hürden des Alltags geöffnet hat", wie sie sagt.
"Es gibt Momente, da kommen einem Stadt und Umgebung wie ein einziger Hindernisparcours vor", meint die Monheimerin. "Das bemerkt man aber erst, wenn man selbst betroffen ist." Der S-Bahnhof Berghausen ist so ein Hindernis. Beide Seiten des Bahnsteigs sind nur über Stufen zu erreichen. Rollstuhlfahrer, Rollator- und Kinderwagenschieber können den Bahnsteig gar nicht oder nur mit Mühe erreichen. Die Stadt Langenfeld hat daher jüngst von ihrem Verkehrsausschuss den Auftrag erhalten, die Installation eines Aufzugs zu prüfen.

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