Staatsbeauftragte mahnt Erleichterungen für Behinderte an
Bayern 18.10.2011 15:17Badura beklagt bauliche und bürokratische Hürden
München (dapd-bay). Zu viele bürokratische und bauliche Hindernisse machen den Behinderten in Bayern das Leben schwer. Das sagte die Behindertenbeauftragte der Staatsregierung, Irmgard Badura, am Dienstag in München nach der Vorstellung ihres Tätigkeitsberichts im Kabinett. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) räumte Nachholbedarf ein.
Der Zugang zum Bahnverkehr ist Badura zufolge für viele Betroffene zu kompliziert. Erst 200 von 1.000 Bahnhöfen seien im Freistaat barrierefrei erschlossen. Auch neue Züge seien oft nicht behindertengerecht. Daher solle bei der Vergabe von Strecken das Kriterium Barrierefreiheit mit in die Ausschreibung aufgenommen werden. Badura betonte, davon profitierten letztlich auch "Business-People mit Rollköfferchen" und Eltern mit Kinderwagen.
Badura sagte, es gebe in Bayern gute Förderprogramme, die Behinderten das Leben erleichtern. Allerdings müssten Betroffene viel Bürokratie überwinden, bis sie an Hilfen gelangen. In mehreren Bereichen seien die gesetzlichen Grundlagen zwar vorhanden, nur hapere es bei der Umsetzung.
Staatsbeauftragte mahnt Erleichterungen für Behinderte an Kanal8.de - Regionale Nachrichten aus Deutschland
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen