Im Auftrag der Behinderten
Er wird zwar der "Behindertenbeauftragte der Bundesregierung" genannt, sieht sich aber in erster Linie nicht der Regierung, sondern den Behinderten verpflichtet: Hubert Hüppe (56), ein ehemaliger CDU-Bundestagsabgeordneter aus Werne in Nordrhein-Westfalen, macht notfalls auch Druck auf die eigenen Leute: So kämpft Hüppe, selbst Vater eines behinderten Sohnes, vehement gegen die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik. Über diesen Gentest, mit dem geschädigte Embryonen aussortiert werden, berät der Bundestag morgen. Hüppes Hauptprojekt ist, den gemeinsamen Schulbesuch von Kindern mit und ohne Behinderung zu ermöglichen - hier liegen heute vor allem die SPD-regierten Bundesländer Berlin und Bremen vor. In der Bundesregierung wird die Behindertenpolitik von Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) verantwortet, die auf diesem Feld bisher nicht mit Initiativen auffiel. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat nun jedoch einen "nationalen Aktionsplan" angekündigt, mit dem sie vorhandene Defizite abbauen will. RA
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