Entwurf für Inklusion in Schulen steht
28.04.2011 - MAINZOK WW
(bki). Der Entwurf steht. Im Rahmen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention konzipiert der Arbeitskreis „Soziales, Arbeit und Bildung” des Mainzer Behindertenbeirats seit mehreren Wochen einen Aktionsplan für ein inklusives Schulsystem in Mainz. Behinderte und nicht-behinderte Schüler sollen dabei gemäß der Konvention gemeinsam unterrichtet werden. In seiner Sitzung erklärte der Behindertenbeirat nun, was sich an Schulen ändern soll.
Die allgemeinen Ziele des Aktionsplans umfassen systematische Angebote inklusive Bildung und Erziehung in Kinderkrippen, Kitas und in allen Schulformen. Ebenso sollen strukturelle und inhaltliche Angebote für Schüler mit Behinderung geschaffen werden. Der Arbeitskreis fordert ebenso ein Aufnahmerecht für behinderte Schüler an inklusiven Schulen.
Im Schuljahr 2009/2010 besuchten 522 behinderte Schüler aus Mainz eine Schule, 374 davon wurden auf Förderschulen unterrichtet, 148 auf Schwerpunktschulen wie der Windmühlenschule oder der Astrid-Lindgren-Schule.
In Schwerpunktschulen lernen Schüler mit Behinderung gemeinsam mit nicht behinderten Schülern. Derzeit wird in Mainz an vier Grundschulen, zwei Hauptschulen und zwei integrierten Gesamtschulen nach diesem Konzept unterrichtet. Mit seinem Aktionsplan zielt der Behindertenbeirat auch darauf ab, die Quote behinderter Schüler über den Ausbau von Schwerpunktschulen bis 2014 um 50 Prozent und bis 2020 um 70 Prozent zu erhöhen. Klären will der Beirat unter anderen mit Schulamt und ADD, wie sich Barrierefreiheit an Schulen definiert. Auch sieht der Aktionsplan vor, dass Zuschüsse künftig von Barrierefreiheit und inklusiver Beschulung abhängen.
Allgemeine Zeitung - Entwurf für Inklusion in Schulen steht
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