Halblech (kb) | 06.04.2011 11:56 Uhr
Trotz Körperbehinderung besucht Simon Romeder eine normale Grundschule
Unterricht im Stehständer
Simon Romeder sitzt in der ersten Bank der 2. Klasse der Volksschule Halblech. Während des Unterrichts wechselt er auch in einen Stehständer, auf Wandertagen lässt er sich am liebsten in einem Bollerkarren fahren. Seine Eltern wollten, dass der Bub nicht in Kempten die Astrid Lindgren Schule für Körperbehinderte besucht, sondern die Regelschule am Ort. Sie fanden Gehör und Unterstützung bei den Schulleitungen, bei der Gemeinde und bei der Regierung von Schwaben. Ohne den inzwischen vorgelegten gemeinsamen Gesetzentwurf aller Fraktionen im bayerischen Landtag gibt es damit schon seit eineinhalb Jahren ein Beispiel für den Ansatz einer «inklusiven» Schule, die mehr Normalität schafft für den Umgang mit behinderten Menschen.
In der Tat gehört Simon auch bei seinen Mitschülern in die Klassengemeinschaft. Schließlich kennen sie ihn schon seit dem integrativen Kindergarten, den er besuchte. Wenn er am Morgen mit dem Bus kommt, springen sie ihm entgegen und helfen immer dann, wenn es darauf ankommt. Am Wandertag reißen sie sich förmlich darum, wer den Bollerwagen ziehen darf. Sie neiden ihm nicht, dass er zum Schreiben einen Laptop benutzen darf. Für sie ist es selbstverständlich, dass er keinen Sportunterricht besucht, sondern während des Unterrichts von einer Physiotherapeutin betreut wird.Trotz Körperbehinderung besucht Simon Romeder eine normale Grundschule | all-in.de - das Allgäu online!
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