2011-04-13

Xanten: Inklusion: Diskussion beginnt | RP ONLINE

Xanten

Inklusion: Diskussion beginnt

VON RICHARD LUCAS-THOMAS - zuletzt aktualisiert: 13.04.2011
Xanten (RP) Ab 2013 werden sonderpädagogische Einrichtungen aufgelöst. Inklusion lautet das Stichwort, das über EU-Recht auch die Kommunen erreicht. In Xanten steht dabei der Sprachheilkindergarten der Propsteigemeinde im Fokus.
"Die Auflösung ist unausweichlich; es ist nur noch eine Frage der Umsetzung", bestätigte Heinrich Gundlach, Mitglied des Kirchenvorstands der Propsteigemeinde Xanten, auf Anfrage der RP. Es klingt fast wie aus Erfahrung aus seiner jahrzehntelangen früheren Arbeit in der Kommunalpolitik, wenn er feststellt: "Die Politik beschließt, aber die Umsetzung wird dabei offengelassen."
Was indirekt auch von Gertrud Leurs, Vorsitzende des Kindergartenausschusses der Gemeinde, bestätigt wird. Der Fachausschuss beschäftige sich bereits mit dem Thema, doch vor Ostern sei dazu keine Meinungsbildung zu erwarten. Immerhin hatte der Spezialkindergarten bereits Besuch vom Landesjugendamt.
UN-Konvention
Darum geht's: Ab 2013 werden Kinder mit besonderem Förderbedarf in Kindergärten und Schulen nicht mehr in Sondereinrichtungen gefördert, sondern in Regeleinrichtungen mit allen Kindern betreut und unterrichtet (Inklusion). Diese Entscheidung der Vereinten Nationen (UN) hat über die EU jetzt deren Mitgliedsländer erreicht.
Bereits im Januar dieses Jahres erläuterte Martin Nenno, Leiter des Engelbert-Humperdinck-Kompetenzzentrums in Xanten, im Gespräch mit der RP die Auswirkung der Inklusion auf die Arbeit des Kompetenzzentrums an den Schulen in seinem Einzugsbereich.

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