Soziales Ein Appell an eine humane Gesellschaft
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Hagen. „Wie viel Geld ist uns die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen wert?“ So lautet die zentrale Frage, die sich Karl-Georg Donath vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) stellt. Der Verband, der zahlreiche Museen, Kulturbehörden, Schulen und Einrichtungen für behinderte Menschen betreibt, steht vor dem finanziellen Kollaps.Karl-Georg Donath ist der Mann, dem die schwierige Aufgabe zukommt, die Anfragen zum größten Haushaltsloch in der Geschichte des LWL zu beantworten. 160 Millionen Euro beträgt das Defizit für 2011. 80 Millionen Euro kommen 2012 hinzu. „Damit summieren sich unsere Schulden insgesamt auf 700 Millionen Euro.“ Angesichts der klammen Kommunen appelliert Donath vor allem an den Bund, den Verband finanziell zu unterstützen. Die Kommunen würden von den Sozialleistungen erdrückt. „Wir brauchen Hilfe aus Berlin. Die Lage ist dramatisch.“ Kurzfristig bleibe nur die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge für die zum LWL gehörenden neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen und Lippe.
Für das Haushaltsproblem sorgt vor allem die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. 80 Prozent des 2,4 Milliarden-Euro-Gesamthaushaltes fließen mittlerweile in die Betreuung und Unterbringung.
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