Latisha soll sich gut fühlen
12.04.2011 - MEISENHEIMVon Wilhelm Meyer
INKLUSION Angehörige plädieren für eine individuelle schulische Förderung von Behinderten
2009 trat das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auch in Deutschland in Kraft. Um die UN-Konvention umzusetzen, hat die rheinland-pfälzische Landesregierung einen Aktionsplan vorgelegt. Dort heißt es: „In Rheinland-Pfalz findet Lernen lebenslang gemeinsam statt. Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen besuchen die gleichen Schulen wie nicht beeinträchtigte Kinder in der Gemeinde.“
Integration und Einbeziehung, wie es die UN-Konvention beschreibt, sind auch für Roswitha Schneider und Simone Theuß-Keller anzustrebende Ziele. Doch statt Gleichbehandlung brauche es eine an den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtete individuelle Förderung. So entspreche die Klassengröße in den Förderschulen den besonderen Bedürfnissen der Kinder und ausgebildete Fachkräfte würden ihren besonderen Aufgaben dort, so ist ihre Erfahrung, angemessen gerecht. Ihre Befürchtung ist, dass die vorgegebene Inklusion zum Selbstzweck werden könnte
Allgemeine Zeitung - Latisha soll sich gut fühlen
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