Rösler dämpft Hoffnung auf Reform
15.04.2011 05:00
München - Demenzkranke können nur auf lange Sicht mit einer Verbesserung ihrer Leistungen aus der Pflegekasse rechnen. Beim Pflege-Dialog zum Thema Demenz dämpfte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) am Donnerstag die Hoffnung auf einen raschen Umbau der Versicherung. Verbände und Opposition reagierten enttäuscht auf das Hinauszögern eines neuen 'Pflegebedürftigkeitsbegriffs': Wenn festgestellt wird, wie pflegebedürftig ein Mensch ist (wie viel Geld ihm also zusteht), wird derzeit geprüft, welche Tätigkeiten er beherrscht und in welcher Zeit. Dies benachteiligt Demente. Sie beherrschen zwar Vieles noch, brauchen dafür aber wegen ihrer kognitiven Einschränkungen ebenso viel Hilfe wie ein Pflegefall mit körperlichen Beeinträchtigungen.
Aktuell bekommen sie jedoch weniger. Dies lasse sich 'nicht von heute auf morgen' ändern, sagte Rösler. Um die Dementen in der Zwischenzeit nicht allein zu lassen, schlug er kurzfristige Hilfen vor: Demente sollen die ihnen zustehenden Mittel künftig flexibler nutzen können. Auch soll die Finanzierung von Demenz-WGs gesichert werden. Wie schon bei den drei vorhergehenden Pflege-Dialogen machte der Minister keine Aussagen zur künftigen Finanzierung der Pflegeversicherung. Bis zum Sommer will er Eckpunkte einer Reform vorlegen
Aktuell bekommen sie jedoch weniger. Dies lasse sich 'nicht von heute auf morgen' ändern, sagte Rösler. Um die Dementen in der Zwischenzeit nicht allein zu lassen, schlug er kurzfristige Hilfen vor: Demente sollen die ihnen zustehenden Mittel künftig flexibler nutzen können. Auch soll die Finanzierung von Demenz-WGs gesichert werden. Wie schon bei den drei vorhergehenden Pflege-Dialogen machte der Minister keine Aussagen zur künftigen Finanzierung der Pflegeversicherung. Bis zum Sommer will er Eckpunkte einer Reform vorlegen
Rösler dämpft Hoffnung auf Reform - Service - sueddeutsche.de
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen