In NRW bleiben überdurchschnittlich viele Kinder mit Förderbedarf von der Regelschule ausgeschlossen
Schulministerin Löhrmann spricht von "Mammut-Aufgabe"
26.08.2011 -
(red/pm) - Beim "Gemeinsamen Lernen" von Kindern mit und ohne Behinderung liegt Nordrhein-Westfalen unter dem Bundesdurchschnitt. Nach Recherchen der Aktion Mensch lernen nur 16,7 Prozent der Kinder mit Förderbedarf an Regelschulen. Bundesweit betrug der Anteil zuletzt 20,1 Prozent, neue Zahlen wird die Kultusministerkonferenz frühestens im November veröffentlichen.
(red/pm) - Beim "Gemeinsamen Lernen" von Kindern mit und ohne Behinderung liegt Nordrhein-Westfalen unter dem Bundesdurchschnitt. Nach Recherchen der Aktion Mensch lernen nur 16,7 Prozent der Kinder mit Förderbedarf an Regelschulen. Bundesweit betrug der Anteil zuletzt 20,1 Prozent, neue Zahlen wird die Kultusministerkonferenz frühestens im November veröffentlichen.
Anteil der Schüler mit Förderbedarf in Regelschulen - Übersichtskartehtskarte - Bild: Aktion Mensch e.V.
NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Die Grünen) sieht Nordrhein-Westfalen trotzdem auf einem guten Weg: "Der sich aus der UN-Behindertenrechtskonvention ergebene Auftrag, ein inklusives Bildungssystem zu gewährleisten, ist eine Mammut-Aufgabe." Diese sei nur über mehrere Schritte in einem mittelfristigen Zeitraum zu absolvieren. Die Landesregierung hat für das kommende Schuljahr 2011/12 rund 400 zusätzliche Lehrerstellen zur Verfügung gestellt. Es solle nicht länger beim Wechsel zur weiterführenden Schule Schluss mit der inklusiven Bildung sein, so Löhrmann weiter. Denn: Während ein Viertel der Grundschüler mit Förderbedarf im NRW-Durchschnitt inklusiv unterrichtet werden, besuchen danach nur noch elf Prozent die weiterführende Schule. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention, die in Deutschland seit 2009 in Kraft ist, darf niemand aufgrund seiner Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in NRW kritisiert die Vorgaben der Landesregierung.
In NRW bleiben überdurchschnittlich viele Kinder mit Förderbedarf von der Regelschule ausgeschlossen - bildungsklick.de
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