Kabinett verabschiedet Gesetz zur Pflegezeit
Das Bundeskabinett hat ein Gesetz zur Familienpflegezeit von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) verabschiedet. Das neue Gesetz soll es Angehörigen von Pflegebedürftigen ermöglichen, die häusliche Pflege mit dem Beruf zu vereinbaren.
Berlin, März 2011. Mit einer Zeitkontenregelung sollen Angehörige maximal zwei Jahre ihre Arbeitszeit um 50 Prozent reduzieren können. Um finanzielle Einbußen abzufedern, sollen sie während dieser Zeit 75 Prozent des vorherigen Gehaltes bekommen.Kritisiert wird besonders die Frist von zwei Jahren, denn viele Pflegebedürftige werden sechs bis acht Jahre gepflegt. Schlimmer als diese Beschränkung ist allerdings die Tatsache, dass es entgegen den ursprünglichen Plänen keinen Rechtsanspruch auf Pflegezeit gibt. Die Bundesinitiative hatte dies bereits kritisiert, ebenso der Sozialverband VdK Deutschland. Deren Präsidentin Ulrike Mascher sagte dazu: „Sich nur auf den guten Willen der Unternehmen zu verlassen, ist der falsche Weg. Pflegende Angehörige leisten über Jahre hinweg physische und psychische Schwerstarbeit und entlasten Beitrags- und Steuerzahler um Milliardenbeträge. Wenn die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf nicht deutlich verbessert wird, droht unserem Pflegesystem der Kollaps.“
Daheim statt Heim e. V. -
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