2011-08-03

Behindertenbeirat im Westerwaldkreis gefordert | WW-Kurier.de

Behindertenbeirat im Westerwaldkreis gefordert

Das Forum "Soziale Gerechtigkeit" sieht Fortschritte in der gleichberechtigten Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben. Aber auch Defizite, deshalb fordert das Forum einen kreisweit tätigen Behindertenbeirat, der auch von der SPD-Kreistagsfraktion bereits mit Nachdruck gefordert werde. Allzu oft müssen gesetzliche Ansprüche eingeklagt werden.

Westerwaldkreis. Behinderte Menschen im Westerwald müssen für ihre Rechte kämpfen und diese notfalls auch gerichtlich durchsetzen! Dazu ermuntert das Forum "Soziale Gerechtigkeit" alle Betroffenen und deren Angehörige im Kreis. Festgelegt ist ein Großteil der Rechte im "Sozialgesetzbuch IX - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen", das seit nunmehr 10 Jahren gilt. In dieser Zeit hat sich in der Politik mit und für behinderte Menschen auch im Westerwaldkreis einiges positiv entwickelt.

Nach Ansicht des Forums Soziale Gerechtigkeit bleibt aber bis zur gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe behinderter Menschen im Kreis noch viel zu tun. Dabei hoffen viele behinderte Menschen und zahlreiche sie vertretende Selbsthilfegruppen, Organisationen und Einrichtungen weiterhin auf viel Rückenwind aus Mainz. Forumssprecher Uli Schmidt setzt auf eine Fortführung der innovativen Sozialpolitik im Land durch die neue rot-grüne Landesregierung: "Das Gesetz muss auch künftig konsequent umgesetzt und im Sinne der Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen weiterentwickelt werden", so Schmidt. Im Kreis müsse das verstärkt gemeinsam mit den betroffenen behinderten Menschen geschehen, weshalb die Schaffung eines kreisweiten Behindertenbeirates dringend notwendig sei und von der SPD-Kreistagsfraktion zu Recht weiterhin mit Nachdruck gefordert werde.

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