2011-08-09

Caritas und Hilfswerk fordern solidarische Lösung - Gesundheitspolitik - derStandard.at › Inland

Kritik an Pflege-Regress

Caritas und Hilfswerk fordern solidarische Lösung

09. August 2011 14:06

Landau und Karas kritisieren Regress-Wiedereinführung in der Steiermark

Wien - Caritas und Hilfswerk haben in der erneut aufgeflammten Debatte um die Pflege-Finanzierung solidarische Lösungen eingefordert. "Pflegebedürftigkeit ist ein Lebensrisiko, das wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit jeden treffen kann und das daher solidarisch abgesichert werden muss", erklärte Caritas-Wien-Direktor Michael Landau am Dienstag per Aussendung. Auch Hilfswerk-Präsident Othmar Karas (ÖVP) forderte, dass die Pflege "endlich Solidarrisiko" werden müsse. Scharfe Kritik übten beide an der Wiedereinführung des Pflege-Regresses in der Steiermark.
Die Wiedereinführung des Regresses sei ein "Schritt in die falsche Richtung", sagte Landau. Karas stellte sich ebenfalls klar gegen diese Maßnahme, die auch vom Burgenland angedacht wird: "Wir brauchen in der Pflege keine regionalen Extrawürste zum Schaden der Betroffenen und deren Angehöriger, sondern einheitliche Regeln für ganz Österreich", so der Hilfswerk-Präsident. Was es brauche, sei ein "nachhaltiges Modell der Pflegefinanzierung".

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