Mehr Personal für behinderte Schüler gefordert
Autor: SWP | 08.08.2011
Der Lehrerverband GEW fürchtet, dass zur Eingliederung behinderter Schüler in die Regelschulen (Inklusion) im kommenden Schuljahr nicht genügend Lehrerstellen bereit stehen. "Wir sehen einen Verteilungskampf voraus, weil es keine zusätzlichen Ressourcen für Inklusion gibt und es zu Umschichtungen kommen wird", sagte Doro Moritz, Landeschefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. "Nach unserer Überzeugung ist Inklusion nicht kostenneutral zu haben. Die Lehrerressourcen an den Regelschulen müssen dafür ausgebaut werden, ohne an den Sonderschulen Stellen einzusparen."
Im September werden in fünf an einem Schulversuch beteiligten Modellregionen 350 behinderte Schüler von den Sonder- an die Regelschulen wechseln. "Allein dafür bräuchte man 110 zusätzliche Lehrerstellen." Nach Moritz Worten haben sich Eltern, Lehrer und Experten bei den Bildungswegekonferenzen häufiger für einen Besuch der Kinder in der Regelschule entschieden als erwartet. "Man hatte mit weniger als der Hälfte gerechnet", sagte Moritz. Baden-Württemberg hinke bei der Integration behinderter Schüler in das allgemeinbildende Schulwesen hinterher.
Nach Angaben des Kultusministeriums drücken von September an nicht nur in den Modellregionen behinderte Kinder gemeinsam mit Nicht-Behinderten die Schulbank, Insgesamt seien es 1500. lsw
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