Rolling-Tour: Stefan Dreeßen fährt 130 Kilometer mit Rollstuhlfahrrad / Ziel ist Speyer am 13. August
Botschafter auf drei Rädern
Von unserem Redaktionsmitglied Hanna Weber
Speyer. 130 Kilometer, fünf Tage, sieben Städte - Stefan Dreeßen hat sich viel vorgenommen: Am kommenden Montag fällt am Saarbrücker Flughafen der Startschuss für seine "Rolling-Tour 2011". Der Mitarbeiter der Behindertenseelsorge im Bistum Speyer macht sich mit seinem Rollstuhlfahrrad auf den Weg. Im Gepäck hat er eine Botschaft: "Ich möchte die Menschen für die Belange behinderter Menschen sensibilisieren. Viele haben die Problematik nicht im Blick."Vor allem gehe es ihm um das Thema Barrierefreiheit, erklärt der 48-jährige Speyerer. Vor fast 30 Jahren erkrankte er am Rückenmark. Seither ist er querschnittsgelähmt.
"Es hat sich schon viel Positives entwickelt, aber zum Beispiel in Speyer gibt es noch sehr viele Geschäfte und Gaststätten, in die Rollstuhlfahrer nicht hineinkommen. Schade, denn dadurch gehen ja viele Kunden verloren."
Die Idee für die Tour kam ihm bei einer Tagung 2010 in Bad Honnef, bei der es um die UN-Behindertenrechtskonvention und die Frage ging, wie die Vereinbarung umgesetzt werden kann, damit Menschen mit Behinderung voll und ganz in der Gesellschaft und Kirche teilhaben.
Um jeweils 15 Uhr legt Dreeßen einen Stopp vor den Rathäusern der Etappenziele ein und lädt zur Diskussion ein. Der Unterstützung einiger Mitstreiter kann er sich schon sicher sein: Für einige Etappen haben sich Mitradler angemeldet. Zwischen Landstuhl und Kaiserslautern will eine Gruppe Dreeßen mit einer Rikscha begleiten. Ziel der "Rolling-Tour" ist das Speyerer Rathaus, wo Dreeßen am Samstag, 13. August, um 15 Uhr ankommen will. Um 18.30 Uhr findet in St. Joseph ein Gottesdienst mit Weihbischof Otto Georgens statt, um 19.30 Uhr gibt es eine Gesprächsrunde im Ägidienhaus.
Schwetzinger Zeitung
06. August 2011
Speyer: Botschafter auf drei Rädern
06. August 2011
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