Barrieren überwinden gehört zu Susanne Bells Leben. Seit ihrem Unfall mit 17 Jahren ist die gebürtige Münchnerin mit den strahlend blauen Augen Rollstuhlfahrerin. Beim Studium der Romanistik und Volkswirtschaft auf dem Uni-Campus an der Bockenheimer Warte konnte sie "Kurse teilweise nur mit Hilfestellung" erreichen. Und Musikkneipen wie den Sinkkasten oder den Dreikönigskeller kann die Musikliebhaberin nur besuchen, wenn sie sich hineintragen lässt.
"Dabei muss schön und barrierefrei kein Widerspruch sein," sagt sie und erinnert an alte italienische Städte oder an die Münchner Musikkneipe Kaffee Giesing, "sie ist ganz fantasievoll gestaltet, die Toiletten sind groß genug und voller Mosaike, die an Hundertwasser erinnern".
Barrierefreiheit "ist die Grundvoraussetzung für Gleichberechtigung und Teilhabe, die wir fordern", sagt sie, während Franziska Tomate mit der Hand isst. "Alles, was neu gebaut wird, sollte optimal sein, das ist es aber nicht." Firmen beispielsweise sollten mehr auf Zugänglichkeit für alle achten, dann hätten sie auch mehr Auswahlmöglichkeiten unter neuen Mitarbeitern...Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft: Wider die Schwellenangst | Rhein-Main - Frankfurter Rundschau
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