2011-03-13

Pflegetransparenzgesetz kriminalisiert den Pflegeberuf - PaderZeitung

Samstag, 12 März 2011
Bundesforum Ambulante Pflege schreibt Offenen Brief an Bundesminister Dr. Philipp Rösler

Krefeld. Am 8. März 2011 hat sich das Bundes­forum Ambulante Pflege in einem Offenen Brief an Bundes­minister Rösler gewandt und ihn aufgefordert, die Veröffent­lichung von Pflegenoten auszusetzen. Die aktuelle Handhabung des Pflegetransparenzgesetzes kriminalisiere eine ganze Berufs­gruppe und bringe nicht den gewünschten Effekt - die Vergleich­barkeit von Pflegebetrieben.

In seinem Schreiben an Dr. Philipp Rösler fordert das Bundesforum Ambulante Pflege:

  • mehr Wertschätzung und Respekt für die professionelle Pflege
  • sofortige Aussetzung der Veröffentlichung der Pflegenoten
  • einen sinnvollen und wirtschaftlichen Einsatz der Versicherungsbeiträge

Seit 2008 finden durch den Medi­zi­nischen Dienst der Kranken­versicherung (MDK) Qualitätsprüfungen auf Grundlage der Pflege­transparenzvereinbarung statt. Regelprüfungen finden bei ambulanten Pflegediensten und in Pflege­heimen unangemeldet statt. In den Augen des Bundesforum Ambulante Pflege ist dies eine unan­ge­messene und unwürdige Vorgehensweise, die den pflegerischen und betrieblichen Alltag in einem nicht zu akzeptierenden Ausmaß be­einträchtigt.

Durch diese Art der Prüfung wird eine ganze Berufsgruppe unter General­verdacht gestellt, gefährliche Pflege durchzuführen. Pflege­fachkräften wird somit grundsätzlich unlauteres Handeln unterstellt.


Pflegetransparenzgesetz kriminalisiert den Pflegeberuf - PaderZeitung

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