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Deutscher Pflegerat schlägt Alarm
Aufstand in der Pflegebranche
(RP) Die Alten- und Krankenpflegekräfte warnen vor einer weiteren Verschlechterung bei der Versorgung Pflegebedürftiger. "Die Regierung hat das Jahr 2011 zum Jahr der Pflege ausgerufen. Jetzt ist ein dreiviertel Jahr verstrichen, und es ist nichts passiert. Die Situation hat sich sogar noch verschlechtert", sagte der Chef des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, unserer Redaktion. Er kündigte an: "Unser Ton wird jetzt militant."
Der Deutsche Pflegerat ist ein Zusammenschluss von 14 Berufsverbänden. Er vertritt Alten- und Krankenpflegekräfte und Hebammen. Insgesamt arbeiten in der Branche 1,2 Millionen Menschen.
Vorbereitungen zu Demos laufen
Die Pflegebranche plant bundesweite Protestaktionen. "Bei uns ist der Geduldsfaden gerissen", sagte Westerfellhaus. In der kommenden Woche soll es eine Auftakt-Demo in Kiel geben. "In anderen Bundesländern laufen die Vorbereitungen für Großdemonstrationen gegen eine Verschlechterung der Versorgung in der Pflege."
Als FDP-Vorsitzender Philipp Rösler noch Gesundheitsminister war, hatte er eine umfassende Pflegereform angekündigt. Demenz-Kranke sollen besser versorgt, pflegende Angehörige besser unterstützt und der Fachkräftemangel in der Branche bekämpft werden. Auch der Pflegebegriff soll neu definiert werden, wonach die Bezahlung in der Pflege nicht mehr pro Minute für Waschen, Anziehen und Zähneputzen abgerechnet würde. Vielmehr soll der Satz nach Bedürfnis und Gebrechen des alten Menschen bestimmt werden. Zugleich will die Regierung die Finanzierung des Pflegesystems mit einer kapitalgedeckten Säule auf neue Füße stellen.
Deutscher Pflegerat schlägt Alarm: Aufstand in der Pflegebranche | RP ONLINE
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