2011-05-06

Der Praxisbesuch bleibt für Behinderte eine hohe Hürde

Der Praxisbesuch bleibt für Behinderte eine hohe Hürde

Seit Jahren wird über die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Behinderung diskutiert - mit ernüchternden Ergebnissen. In der Politik finden Betroffene für ihre Probleme wenig Gehör.
Von Rebecca Beerheide
Der Praxisbesuch bleibt für Behinderte eine hohe Hürde
Untersuchungen mit Hindernissen: Frauen im Rollstuhl müssen in den Stuhl mit einem Lifta (hinten) hineingehoben werden.
© Amper Kliniken AG Klinikum Dachau
BERLIN. Für Menschen mit Behinderung ist der Gang zum Arzt kein erfreulicher Termin: Oft werden sie abgewiesen, Praxisräume sind mit einem Rollstuhl nicht zu erreichen, es gibt keine speziellen Behandlungsliegen, das Arzt-Patienten-Gespräch ist zu kompliziert.
Die Liste der Defizite des Gesundheitssystems aus der Sicht von Betroffenenverbänden sind lang. "So wie das System aufgestellt ist, stimmt es für uns nicht", sagte Barbara Stötzer-Manderscheid von "Selbstbestimmt Leben" auf der Fachkonferenz "Teilhabe braucht Gesundheit" vom Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU).
Bei den Ärztevertretern scheinen die Probleme der Versorgung inzwischen angekommen zu sein: Dr. Frank Ulrich Montgomery, Vizepräsident der Bundesärztekammer, hofft für die Zukunft, dass die Barrieren im Kopf der Ärzte verschwinden werden.

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