2011-05-26

Netzwerk für Eingliederung von Mitarbeitern | Südwest Presse Online

Netzwerk für Eingliederung von Mitarbeitern

Stuttgart.
Ältere, kranke oder behinderte Arbeitnehmer fit für eine Beschäftigung halten - das ist das Ziel des bundesweit ersten Netzwerk für betriebliche Eingliederung, das gestern gestartet wurde. Bundesweit erstmals haben sich 30 Organisationen, darunter Krankenkassen, Handelskammern und Sozialverbände, zusammengeschlossen, teilte der Sozialverband Der Paritätische mit. Als zentrale Anlaufstelle wurde die Gemeinsame Servicestelle für Rehabilitation in Stuttgart geschaffen.
Während die Arbeitnehmer immer älter würden, fehlten immer mehr Fachkräfte, berichtete Andrea Wittlinger von einer Servicestelle. Unternehmen könnten es sich nicht mehr leisten, ältere oder kranke Arbeitnehmer einfach durch junge zu ersetzen. Stattdessen bauen Arbeitgeber zunehmend auf Umschulungen, Sportkurse oder technische Hilfsmittel, um Arbeitnehmer fit zu machen oder an neue Tätigkeiten heranzuführen. "Wiedereingliederung wird zur Investition in die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen", sagte Netzwerk-Sprecher Albrecht Hegener.
Kleine und mittelständische Unternehmen und der öffentliche Dienst hätten immer noch Nachholbedarf in Sachen Eingliederung, hieß es. Hier will das neue Netzwerk Abhilfe schaffen. Als Vorreiter im Land gelten die Staatstheater Stuttgart, die ein Frühwarnsystem entwickelten um bei Gesundheitsproblemen einzugreifen. lsw

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