2011-05-11

Menschen mit Behinderung in Bayern sollen in allen Lebensbereichen ,Mittendrin statt nur dabei' sein. Pressemitteilung 136.11 - Mai 2011 - Presse

Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Sozialministerin Haderthauer: "Den Mensch in den Mittelpunkt rücken!"

"Für eine echte Teilhabe von Menschen mit Behinderung muss der Mensch künftig stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Ziel muss sein, das Lebensumfeld an den Bedürfnissen der Menschen mit Behinderungen auszurichten und ihnen so ein Leben in der Mitte unserer Gesellschaft zu ermöglichen! Das gilt auch ganz besonders im Arbeitsleben. Arbeitgeber haben noch zu viele Vorbehalte und Vorurteile gegen Menschen mit Behinderung. Behinderte Menschen konnten daher vom Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt bisher nur unterproportional profitieren. Ich appelliere an alle Unternehmen: Stellen Sie sich ihrer sozialen Verantwortung und nehmen Sie auch behinderte Menschen mit ins Boot!", so Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer anlässlich des morgigen Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.
"Der Freistaat Bayern unterstützt dabei mit den Sonderprogrammen ,Chancen schaffen' und ,Übergang Förderschule - Beruf', mit denen bis zu 150 neue Arbeitsplätze bei Integrationsfirmen sowie neue Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen und Förderschulabgänger in den ersten Arbeitsmarkt gebracht werden sollen. Flankiert wird dies durch das neue und bundesweit rund 100 Millionen Euro schwere Bund-Länder-Programm ,Initiative Inklusion', mit dem vor allem Berufsausbildung und Beschäftigung älterer behinderter Menschen gefördert werden", so die Ministerin.
Haderthauer weiter: "Mit dem Entwurf eines Aktionsplans zur Umsetzung der UN-BRK macht der Freistaat als eines der ersten Bundesländer einen wichtigen Schritt auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft. Bei uns gilt: Menschen mit Behinderung in Bayern sollen in allen Lebensbereichen ,Mittendrin statt nur dabei' sein. Wir starten auf dieser Basis einen Dialog mit allen Beteiligten, insbesondere dem Landesbehindertenrat. Wichtige Schwerpunkte sind inklusive Bildung, Teilhabe am Arbeitsleben, Versorgung älterer Menschen mit Behinderung, freie Wahl des Wohnumfeldes, Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen, Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe.
Der Entwurf des Aktionsplans steht unter www.sozialministerium.bayern.de/behinderte/politik/unkonvention.htm zum Download bereit.

Pressemitteilung 136.11 - Mai 2011 - Presse

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