|
Behindertenarbeit nur Beschäftigungstherapie?
Trotz zahlreicher Einrichtungen habe Tirol großen Nachholbedarf, wenn es um die
Arbeit mit Behinderten geht, sagt Marianne Schulze.
Sie führt den Vorsitz bei der Überwachung der Umsetzung der
UNO-Konvention über Behindertenrechte. |
|
|
Recht auf Arbeit nicht wirklich erfüllt
Marianne Schulze hat in Innsbruck an einer Podiumsdiskussion teilgenommen
und dabei neue Sichtweisen für die Behindertenarbeit eingefordert.
Die Arbeitssituation von Menschen mit Behinderung stelle sich überwiegend so dar,
dass Menschen mit Handicap oft in Werkstätten tätig sind, in denen sie das Recht
auf Arbeit nicht wirklich erfüllen können, so die streitbare Vorsitzende des
Monitoringausschusses zur Umsetzung der UNO-Konvention über Rechte von
Behinderten:
"Sie bekommen nur ein Taschengeld, sind sozialversicherungsrechtlich nicht abgesichert,
haben keinen Pensionsanspruch und sind separiert von einem Arbeitsplatz
im ersten Arbeitsmarkt. Da haben Tirol und Österreich noch einen weiten Weg vor sich." |
|
|
Umsetzung internationaler Verpflichtung
Österreich habe 2008 die UNO-Konvention über Menschen mit Behinderungen
recht zügig ratifiziert: mit dem Hinweis, es geben keinen Handlungsbedarf.
Allerding widerspeche einiges in der österreichischen Behindertenpolitik
dieser Konvention und damit den internationalen Standards:
Behindertenarbeit nur Beschäftigungstherapie? - oesterreich.ORF.at |
|
| |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen