Verbände wollen ambulante Hilfen für behinderte Menschen ausbauen
Oberhausen (epd). Die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) wollen gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden in NRW ihre Angebote für Menschen mit Behinderung weiter entwickeln. In einer am Montag in Oberhausen unterzeichneten Vereinbarung verständigten sie sich unter anderem darauf, bis 2013 mehr ambulante Hilfen auch für Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf bereitzustellen, wie der LVR mitteilte.
"Auch Menschen mit schweren Behinderungen sollten künftig die Möglichkeit bekommen, mit ambulanter Unterstützung in den eigenen vier Wänden selbstbestimmt leben zu können", erklärte Andreas Meiwes, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. In NRW leben den Angaben zufolge rund 36.000 Frauen und Männer mit Behinderung bereits in einer eigenen Wohnung, 41.000 werden in stationären Einrichtungen betreut.
Anlass für die Neuausrichtung seien die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention, die sowohl die Landschaftsverbände als Sozialleistungsträger wie auch die Wohlfahrtsverbände als Anbieter von Hilfeleistungen vor neue Herausforderungen stellten, erklärte LVR-Direktorin Ulrike Lubek.
Evangelischer Pressedienst (epd) - Landesdienst West
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