Fast 700 Tote in der Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie Brauweiler
"Menschen wie Vieh gehalten" - Teil 1
Von Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Pulheim
"‘Menschen wie Vieh gehalten‘ – Der Skandal um die Schließung der Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie des Landeskrankenhauses Brauweiler 1978“. So lautet der Titel einer Arbeit über die Misshandlung von Psychiatrie-Patienten in Gebäuden der ehemaligen Abtei Brauweiler, für die die SchülerInnen des Leistungskurses Geschichte unter der Leitung ihres Tutors Jens Tanzmann am Pulheimer Geschwister-Scholl-Gymnasium am 18. Juli im Bonner Haus der Geschichte durch NRW-Jugendministerin Ute Schäfer ausgezeichnet wurden. Wir werden diese Arbeit über einen weitgehend unbekannten Teil Kölner Geschichte in den nächsten Ausgaben veröffentlichen.
Gebäude der ehemaligen Abtei Brauweiler –
bis 1978 Ort für Misshandlungen von
Psychiatrie-Patienten
Quelle: www.erftkreiszyklus.de
Einleitung
Von 1970 bis 1978 starben in der Ehrenfriedstraße 17 bis 19, so die damalige Adresse des Landeskrankenhauses Brauweiler, mindestens 698 Menschen.(1) Auf den ersten Blick mag diese Zahl nicht so erschreckend klingen, denn in einem Krankenhaus ist es ja nun einmal üblich, dass Menschen sterben. Doch das Landeskrankenhaus Brauweiler war eben kein normales Krankenhaus sondern eine kleine psychiatrische Einrichtung gewesen – und vor diesem Hintergrund ist die Zahl erschütternd. Insbesondere wenn man den kurzen Zeitraum betrachtet, in dem es zu solch einer Zahl an Todesopfern kam.
Die Vorgänge in der „Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie des Landeskrankenhauses Brauweiler“, so die offizielle Bezeichnung, ließen die Öffentlichkeit aufhorchen und provozierten einen Skandal sondergleichen. Eine wesentliche Triebkraft bei der Initiierung des Skandals war die Sozialistische Selbsthilfe Köln (SSK), die vehement auf die Ereignisse in Pulheim-Brauweiler aufmerksam gemacht hatte.'Menschen wie Vieh gehalten' - Teil 1 - Fast 700 Tote in der Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie Brauweiler - NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - info@nrhz.de - Tel.: +49 (0)221 22 20 246 - Fax.: +49 (0)221 22 20 247 - ein Projekt gegen den schl
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