Ehrenamt: In Seniorengenossenschaften helfen Menschen anderen und sammeln damit Punkte an, die sie später wieder einlösen können
Eigenes Engagement als zusätzliche Vorsorge
Von unserem Redaktionsmitglied Madeleine Bierlein
Mannheim/Bensheim. Früher war es üblich, dass Kinder ihre pflegebedürftigen Eltern bei sich aufnahmen. Doch in Zeiten wachsender Mobilität und sinkender Geburtenraten stößt der Generationenvertrag an seine Grenzen. Modelle wie zum Beispiel Seniorengenossenschaften bieten mittlerweile in immer mehr Städten eine Alternative zur Unterstützung durch die Familie.Das System ist so einfach wie einleuchtend. Wenn Frau Meier Herrn Müller zum Arzt begleitet, bekommt sie dafür Punkte gutgeschrieben. Das Gleiche gilt für den Besuch bei einer Bewohnerin des nahe gelegenen Seniorenheims sowie für das Kehren von Herrn Schmidts Gehweg. In der Zukunft, wenn Frau Meier vielleicht einmal selbst auf Hilfe angewiesen sein wird, kann sie die Punkte wieder abrufen. Konkret heißt das: Wenn sie heute 100 Stunden anspart, erhält sie später kostenfrei 100 Stunden Hilfe.
Etwa 50 Seniorengenossenschaften gibt es nach einer Erhebung der Universität Köln aus dem Vorjahr. Sie alle basieren auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit, imitieren so etwas wie einen Generationenvertrag. Der Anspruch der genossenschaftlich organisierten Vereine: Ein Umzug ins Heim soll möglichst vermieden und auf Schwerstpflegefälle beschränkt bleiben.
Eigenes Engagement als zusätzliche Vorsorge
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