Altersarmut bekämpfen statt Rentenbeiträge senken
Karben: Der Sozialverband VdK Ortsverband Karben unterstützt die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, die anlässlich heute veröffentlichter Meldungen, nach denen die Bundesregierung den Rentenbeitrag zum 1. Januar 2012 um 0,3 Prozent senken will "Rentenbeitragssenkungen sind nicht das Gebot der Stunde". Die Überschüsse der Rentenkassen sollten lieber in die Bekämpfung und Vermeidung von Altersarmut investiert werden. Vor allem Geringverdiener und Erwerbsgeminderte müssten besser für das Alter abgesichert werden.Der VdK fordert die Bundesregierung auf, die Rente nach Mindesteinkommen wieder einzuführen: "Damit wäre ein Mindeststandard an Alterssicherung für Millionen Geringverdiener gewährleistet". Auch Erwerbsminderungsrentner müssten vor Rentenkürzungen bewahrt werden: Menschen, die wegen einer Krankheit nicht in der Lage sind, das gesetzliche Renteneintrittsalter zu erreichen, dürfen nicht in die Altersarmut abgedrängt werden, fordert auch Ellen Benölken, Vorsitzende des Sozialverband VdK Ortsverband Karben
Die Altersarmut ist deutschlandweit auf dem Vormarsch. Die Entwicklung bei den Grundsicherungsempfängern im Alter zeigen dies. Die Zahlen sind hier zwischen 2003 und 2009 um 55 Prozent gestiegen. "Altersarmut ist kein theoretisches Problem mehr, sie ist eine konkrete Gefahr für immer mehr Menschen in Deutschland".
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