NEVAP-Tagung: Diakonie kritisiert Politik und Gewerkschaft
04.07.2011
Der Druck, Pflegefachpersonal zu finden, wird größer: Auf einer Tagung des Niedersächsischen evangelischen Verbandes für Altenhilfe und ambulante pflegerische Dienste (NEVAP) in Oldenburg war jetzt zu hören, dass zur Gewinnung von Pflegekräften "Kopfgeld von bis zu 3.000 Euro" gezahlt werde, berichtet die Wochenzeitung CAREkonkret. "Um die pflegerische Versorgung in Niedersachsen ist es nicht gut bestellt, wenn für die Gewinnung von Pflegekräften "Kopfgeld" gezahlt wird", sagte danach Frank Pipenbrink, Geschäftsführer des Fachverbandes.
Heftige Kritik habe es an die Politik gegeben: "Wir fühlen uns von der Politik im Land allein gelassen", wird Pipenbrink zitiert. Er habe Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) aufgefordert, sich für höhere Entgelte in der Pflege einzusetzen. Die Ministerin spreche zwar davon, dass sie einen Pflegepakt schließen wolle, doch sei zu befürchten, dass dabei nicht viel herauskommen werde.
Daher habe der NEVAP gefordert: Entgeltunabhängige Refinanzierung der Pflegeausbildung, inklusive der Kosten der Ausbildungsanleiterinnen und anleiter in der Pflege, Abschaffung von Schulgeld und Gleichstellung von öffentlichen und privaten Schulen.
Pipenbrink habe zudem die Gewerkschaft ver.di kritisiert, weil diese das kirchliche Arbeitsrecht kippen will. Die Gehaltsverhandlungen für die rund 40 000 Diakoniebeschäftigten in Niedersachsen waren Ende April ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Gewerkschaft hatte die Diakonie zu Tarifverhandlungen außerhalb des kirchlichen Arbeitsrechtes aufgefordert.
Die Diakonie zahle die höchsten Gehälter in der Pflege, betonte Pipenbrink. Dagegen habe die gewerkschaftsnahe Arbeiterwohlfahrt in Braunschweig mit ver.di einen Tarif ausgehandelt, der mehr als 15 Prozent unter dem der Diakonie liege.
Heftige Kritik habe es an die Politik gegeben: "Wir fühlen uns von der Politik im Land allein gelassen", wird Pipenbrink zitiert. Er habe Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) aufgefordert, sich für höhere Entgelte in der Pflege einzusetzen. Die Ministerin spreche zwar davon, dass sie einen Pflegepakt schließen wolle, doch sei zu befürchten, dass dabei nicht viel herauskommen werde.
Daher habe der NEVAP gefordert: Entgeltunabhängige Refinanzierung der Pflegeausbildung, inklusive der Kosten der Ausbildungsanleiterinnen und anleiter in der Pflege, Abschaffung von Schulgeld und Gleichstellung von öffentlichen und privaten Schulen.
Pipenbrink habe zudem die Gewerkschaft ver.di kritisiert, weil diese das kirchliche Arbeitsrecht kippen will. Die Gehaltsverhandlungen für die rund 40 000 Diakoniebeschäftigten in Niedersachsen waren Ende April ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Gewerkschaft hatte die Diakonie zu Tarifverhandlungen außerhalb des kirchlichen Arbeitsrechtes aufgefordert.
Die Diakonie zahle die höchsten Gehälter in der Pflege, betonte Pipenbrink. Dagegen habe die gewerkschaftsnahe Arbeiterwohlfahrt in Braunschweig mit ver.di einen Tarif ausgehandelt, der mehr als 15 Prozent unter dem der Diakonie liege.
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