Reduzierung von freiheitsentziehenden Maßnahmen in Pflege und Betreuung geht alle an!
Nr. 79/11 - 01.07.2011 - JM - JustizministeriumIn der Stadtbibliothek im Zeughaus in Wismar findet heute eine ganztägige Fachveranstaltung für die mit der rechtlichen Betreuung Erwachsener befassten Berufsgruppen in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Veranstaltung geht auf eine Kooperation der Betreuungsbehörden der Hansestadt Wismar, des Landkreises Nordwestmecklenburg sowie des Justizministeriums Mecklenburg-Vorpommern zurück.
Auf Einladung der Caritas Mecklenburg e.V., die die Ausrichtung des Fachtags im Rahmen des dort noch bis Ende 2011 laufenden Projekts BEOPS II initiiert hat (Betreuungsoptimierung durch soziale Leistungen), werden ca. 90 Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern erwartet. Zum Teilnehmerkreis zählen Mitarbeiter von Betreuungs- und Heimaufsichtsbehörden, berufliche Betreuer, Pflegefachkräfte, Betreuungsrichter, Verfahrenspfleger sowie Vertreter aus der Ärzteschaft. Bürgermeister Beyer für die Hansestadt Wismar sowie justizseitig der Vizepräsident des Oberlandesgerichts Rostock, Herr Winterstein, werden die Fachtagung eröffnen.
Justizministerin Kuder: "Ich freue mich über die sehr gute Zusammenarbeit der Kooperationspartner in der Vorbereitungsphase und die große Resonanz auf die Einladung. Dies dürfte nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein, dass Referenten aus ganz Deutschland – von Freiburg, Garmisch bis Wismar vertreten sind und dem Fachpublikum ihre in der Praxis erprobten Konzepte vorstellen."
Der Fachtag dient dem praxisbezogenen landesweiten Austausch der beteiligten Professionen, um pflegebedürftigen Erwachsenen eine an ihren individuellen Bedürfnissen ausgerichtete alters- und krankheitsgerechte Betreuung zu ermöglichen. Am Beispiel der Demenzerkrankung werden die Möglichkeiten zur Vermeidung insbesondere von mechanischen Fixierungsmaßnahmen in der stationären Pflege erörtert. Vertreter des Projekts ReduFix aus Freiburg zeigen an der Gesundheitsfürsorge ausgerichtete Alternativen auf. Zudem wird über die rechtlichen Hintergründe im Zusammenhang mit Zwangsmaßnahmen informiert. Anhand der dargestellten Praxismodelle soll aufgezeigt werden, wie im Wege eines intensivierten Austauschs der beteiligten Stellen pflegefachlich fundierte Entscheidungen gewährleistet werden können. Der Fachtag endet mit einer Podiumsdiskussion.
Justizministerium - Regierungsportal Mecklenburg-Vorpommern
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