16.06.2011 - 08:19
Behinderte ärgern sich über von der Leyen
von der Leyen © kobinet/rba
Kritisiert werde der Plan der Regierung vor allem deswegen, weil darin die Integration Behinderter nicht grundsätzlich angegangen werde. Mit den UN-Vorgaben habe der Aktionsplan nichts zu tun, bemängelte Sigrid Arnade von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben. Es sei nicht überprüft worden, wo Menschenrechte Behinderter verletzt würden,. Es handele sich lediglich um einen weiteren "Behindertenplan". Die Verbände seien zwar angehört worden, auf ihre Vorschläge sei von der Leyen aber nicht eingegangen. "Das war keine Einbeziehung auf Augenhöhe", sagt Arnade.
Auch der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, scheint mit den Ergebnissen unzufrieden zu sein. In einem Brief an das Ministerium schrieb Hüppe nach Informationen der Berliner Zeitung, die Ergebnisse lägen weit hinter den Erwartungen zurück.
In einem weiteren Bericht auf Seite 6 heißt es, Hüppe habe sich offenbar mehr von dem Aktionsplan versprochen. Das sei zumindest einem Brief zu entnehmen, den er Anfang Juni - kurz vor dem Ende der Verhandlungen- im Namen des Inklusionsbeirats, der fast ausschließlich aus Menschen mit Behinderungen besteht, an das Arbeitsministerium schickte. Das Schreiben schließe mit der Aufforderung, den Aktionsplan erneut zu überarbeiten, anderenfalls würden sich die Mitglieder des Beirats nicht an dessen Umsetzung beteiligen. sch
Behinderte ärgern sich über von der Leyen -- kobinet
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen