Text: Dr. Franz-Joseph Huainigg · erstellt am: 22. Juni 2011 21:28 Uhr
Ein perfektes Designerbaby, bitte!
Nicht alles, was wir können, müssen wir auch tun. Dieser Kommentar ist in der Presse erschienen.Die Präimplantationsdiagnostik (PID), das heißt die genetische Testung eines in vitro entstandenen und in den Uterus einer Frau zu implantierenden Embryos, ist in Österreich verboten, unter anderem deshalb, weil die Gefahr der eugenischen Selektion "lebensunwerten Lebens" gesehen wird.
Ein oft genanntes Argument für die Zulassung der PID ist, dass auch die Pränataldiagnostik (PND) erlaubt sei, die häufig mit dem Abbruch der Schwangerschaft endet, wenn das Kind behindert ist. Es sei also humaner, der Frau die lange Wartezeit auf einen Befund und in der Folge einen Spätabbruch zu ersparen, indem ihr von vornherein ein gesunder Embryo eingesetzt wird.
Zwischen PID und PND bestehen gravierende Unterschiede. Denn bei der Pränataldiagnostik wird der Konflikt (Kind ja oder nein) nicht absichtlich herbeigeführt. Bei einer PND wird ein bereits gezeugter Embryo oder Fötus untersucht, dessen Leben nicht von vornherein zur Disposition steht.
Bei der PID hingegen besteht noch keine Schwangerschaft, sondern es werden bewusst Embryonen zum Zweck der Selektion gezeugt
Ein perfektes Designerbaby, bitte! - BIZEPS-INFO
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