24.06.2011 - 10:18
Regierung denkt nur in Ministeriumskategorien
Nothnagel
„Das zeigt sehr deutlich, dass es im Gesundheitsministerium bei der Pflege nur alte und demente Menschen gibt, aber keine behinderten Menschen. Und schon gar keine Zusammenarbeit zwischen dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales“, kritisiert Nothnagel.
Dringenden Handlungsbedarf sieht Annette Widmann-Mauz in der Aufwertung des Pflegeberufes. Nach ihrer Ansicht sollen der Pflegebegriff neu definiert und die Interessen der Angehörigen gestärkt werden.
„Durch eine Überarbeitung des Sozialgesetzbuches XI soll es künftig in der Pflege eine größere Flexibilität geben“, fordert Widmann-Mauz. Hier ist der Fokus für Nothnagel zu sehr auf das SGB XI gesetzt. „Die Pflege betrifft eben nicht nur das SGB XI sondern auch andere Gesetze wie das SGB IX, das SGB XII und weitere Gesetze“.
Nach seiner Auffassung ist die Bundesregierung derzeit weit entfernt von einem Ansatz der Inklusion im Zusammenhang mit Assistenz und Unterstützung und zeigt beim Thema Pflege, „dass sie nur in Ministeriumskategorien denkt und handelt, die nichts mit der Lebensrealität behinderter Menschen zu tun hat“, so Nothnagel. sch
Regierung denkt nur in Ministeriumskategorien -- kobinet
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