Förderschüler in Sachsen Wer schwierig ist, muss raus
Sachsens Schulsystem sondert Förderschüler aus wie kaum ein zweites. Das verstößt sogar gegen UN-Regeln.
Julia Wunsch ist keine Frau, die zu Rührseligkeit neigt. Trotzdem wird die Chemnitzerin im nächsten Jahr wohl mit den Tränen kämpfen müssen, wenn ihr Sohn Johannes seinen Schulabschluss macht. Johannes, der als geistig behindert gilt, wird dann, so hofft sie, das Zeugnis der zehnten Klasse in Händen halten. Für Jugendliche wie ihn ist das in Sachsen eine Ausnahme – und für Julia Wunsch das Ende eines langen Kampfs: Sie hat erreicht, dass ihr Sohn eine Regelschule besucht, obwohl im Freistaat vier von fünf Schülern, denen »sonderpädagogischer Förderbedarf« attestiert wird, in Förderschulen unterrichtet werden.Förderschüler in Sachsen: Wer schwierig ist, muss raus | Gesellschaft | ZEIT ONLINE
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen