19. Juni 2011
Pflege-Riester stößt im Volk auf Ablehnung
Berlin - Die Mehrheit der Bürger lehnt laut einer Umfrage eine verpflichtende private Pflege-Zusatzversicherung ab, wie sie im schwarz-gelben Koalitionsvertrag angekündigt ist. In der Erhebung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK sprachen sich 55 Prozent der Teilnehmer gegen die Einführung einer Art "Pflege-Riester" aus; 23 Prozent waren dafür. Die Ablehnung sei bei Geringverdienern besonders groß, meldete der "Spiegel" am Sonntag vorab.
Im Koalitionsvertrag heißt es, man brauche "neben dem bestehenden Umlageverfahren eine Ergänzung durch Kapitaldeckung, die verpflichtend, individualisiert und generationengerecht ausgestaltet sein muss." Die CSU stellt dies allerdings infrage.
Ihr Gesundheitsexperte Johannes Singhammer sagte dem Hamburger Magazin: "Wir brauchen eine Lösung, die auf Akzeptanz bei den Menschen stößt. Er sei zwar dafür, "so schnell wie möglich zusätzliche Rücklagen zu bilden" - allerdings nicht über eine individuelle Kopfpauschale. Sinnvoller sei eine kollektive Rücklage, meinte Singhammer.
net-tribune: Pflege-Riester stößt im Volk auf Ablehnung
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