2011-06-21

Prosteste: Weg mit dem Rotstift bei der Pflege! - München - Aktuelles - tz-online.de

Proteste: Weg mit dem Rotstift bei der Pflege!

20.06.11|München
München - Die Pflege-Beschwerdestelle unterstützt rund 2000 Betroffene pro Jahr. Trotzdem wollen Stadt und OB Christian Ude dort den Rotstift ansetzen. Jetzt gibt es lauten Protest.
Gerade hat die Pflege-Beschwerdestelle der Stadt ihre Bilanz vorgelegt: Die Expertinnen unterstützen rund 2000 Betroffene pro Jahr. Trotzdem wollen Stadt und OB Christian Ude (SPD) dort den Rotstift ansetzen. Dagegen protestieren jetzt Experten, Senioren und die Opposition: Weg mit den Kürzungen bei der Beschwerdestelle!
Nach einer Reihe von Pflege­skandalen hat die Stadt die Beschwerdestelle 1997 freiwillig eingerichtet, 2001 mit Geld aus Berlin um zwei Stellen aufgestockt und diese Mitarbeiterinnen 2006 fest übernommen. Jetzt droht zwei der sechs Stellen der Rotstift: Eine Pflegefachkraft soll versetzt und eine Assistentin eingespart werden. Die Stelle würde um ein Drittel verkleinert, obwohl die Beschwerden kaum nachlassen, stellen die Experten selbst fest. Darum müsse die Arbeit an Projekten und Veranstaltungen reduziert werden. Chefin Kornelie Rahnema kann sich vor der Stadtratsdebatte nächste Woche nicht äußern.
Betroffene sind entsetzt. „Das ist eine schlechte Sache – erschreckend “, protestiert der Chef des Seniorenbeirats, Klaus Bode. Er will das Thema beim kommenden Pflegeforum ansprechen. „Es kann nicht sein, dass auf Kosten der Betroffenen gespart wird.“

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