2011-06-09

Wiesbadener Tagblatt - „Schulgesetz - Wir trauern“

Wiesbaden

„Schulgesetz - Wir trauern“

09.06.2011 - WIESBADEN
Von Cornelia Diergardt
INKLUSION Initiativen veranstalten symbolischen Akt vor dem Kultusministerium auf Luisenplatz
Mit einem Kranz, Grablichtern und den letzten Grüßen „Schulgesetz - Wir trauern“ fand gestern der Abschied von dem Wiesbadener Modellvorhaben Inklusion statt. Zu dem symbolischen Akt am Eingang des hessischen Kultusministeriums luden Dorothea Friedrich vom Arbeitskreis Inklusion der Landesarbeitsgemeinschaft Hessen „Gemeinsam leben - gemeinsam lernen“ sowie Ulrike Hädrich und Antje Pfeifer von der Initiative „Gemeinsam lernen in Wiesbaden“ ein.
Abgesehen vom medialen Interesse waren die Anhängerinnen der Arbeitskreise und der Initiative weitgehend unter sich. Wohl waren einige Fenster der Behörde am Luisenplatz geöffnet. Doch kein einziger Mitarbeiter des Hauses der Ministerin Dorothea Henzler (FDP) wagte einen Blick auf die Aktion. Den „eindeutigen Wortbruch“ Dorothea Henzlers, die dem ursprünglich geplanten Start des Wiesbadener Modellprojekts „Inklusive Bildung“ zum Schuljahr 2011/2012 im März eine Absage erteilte, kritisierte erneut Dorothea Friedrich. Inklusion, also die gesellschaftliche Einbeziehung behinderter Menschen von Geburt an, oder ein inklusives Schulsystem, bei dem ein behindertes Kind nicht eingegliedert werden muss, weil es zuvor nicht ausgegliedert wurde - all das liegt erst mal auf Eis. Wie Henzler es jüngst im Kurier-Interview deutlich formulierte, kann die Inklusion an Schulen „zehn bis 20 Jahre dauern“.

Wiesbadener Tagblatt - „Schulgesetz - Wir trauern“

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