Auetal
Anfängliche Zurückhaltung weicht schnellRehren (la). „Inklusion“ – das Wort ist derzeit in aller Munde, aber gelebt wird sie bislang nur selten. Für die Schüler der Klasse 2b der Grundschule Auetal ist das anders. Sie erleben Inklusion.
Ihre Lehrerin Barbara Bürger hat erste zarte Bande zur Tagesbildungsstätte der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland, zur Bürgerwaldschule, geknüpft und seitdem wird Inklusion in der Klasse 2b aktiv gelebt. Geistig behinderte Kinder der Bürgerwaldschule haben in Rehren am Religionsunterricht teilgenommen und Eltern und Kinder aus dem Auetal waren am Weltkindertag in Stadthagen zu Gast und haben dort spielerisch eine „Brücke gebaut“.
„Nach anfänglicher Zurückhaltung ist das Miteinander wie selbstverständlich gewesen“, erzählt Bürger. Ihre 2b sei aber auch eine besonders aufgeschlossene Klasse mit offenen Herzen. Jetzt wird das zunächst noch inoffizielle Projekt fortgesetzt. Einmal pro Woche nehmen Schüler der Bürgerwaldschule am Religionsunterricht im Auetal teil. „Wir sind alle sehr gespannt, wie sich das entwickelt“, sagt Bürger. Sie habe festgestellt, dass der Unterricht anders gestaltet werden muss. „Es ist jetzt ein Unterricht mit allen Sinnen“, so Bürger, handlungsorientierter und bewusster, aber irgendwie doch nicht anders. „Dabei kann jeder lernen, egal ob geistig behindert oder hochbegabt“, stellt die erfahrene Pädagogin fest.
Anfängliche Zurückhaltung weicht schnell - LZ heute - Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung
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